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Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in / Postdoc (m/w/d)

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in / Postdoc (m/w/d)

Wissenschaft / Forschung

Die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sucht für den Lehrstuhl Politik IV einen wissenschaftlichen Mitarbeiter*in / Postdoc (m/w/d).

DFG-Projekt „Corruption and Civil War: Buying War or Buying Peace?“ Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Natascha Neudorfer untersucht, wie individuelle Wahrnehmungen und Erfahrungen von Korruption die Wahrscheinlichkeit innerstaatlicher Konflikte beeinflussen. Die bisherige Forschung kommt zu widersprüchlichen Befunden – Korruption erscheint mal als Treiber von Bürgerkriegen, mal als Mittel, Frieden zu „erkaufen“. Das Projekt verbindet Theorien und Methoden der politischen Verhaltensforschung mit der Friedens- und Konfliktforschung und entwickelt eine neue Mikro-Theorie, die erklärt, wann Korruption Konflikte befeuert und wann sie zur Stabilisierung beiträgt. Methodisch kombiniert das Projekt illustrative qualitative Fallstudien (z. B. Angola, Bosnien und Herzegowina, Kosovo) mit quantitativen Analysen großer Umfrage- und Konfliktdatensätze mittels Mehrebenenmodellen und Verfahren des maschinellen Lernens.

Aufgaben

  • Eigenverantwortliche Leitung und Umsetzung des quantitativen Arbeitspakets in enger Abstimmung mit der Projektleitung
  • Übersetzung der theoretischen Argumente und Hypothesen des Projekts in mess- und testbare Größen
  • Zusammenstellung, Harmonisierung und Aufbereitung von Umfrage- und Konfliktdaten (z. B. Afrobarometer, Eurobarometer, World Values Survey, Global Corruption Barometer, CPI, V-Dem, UCDP/PRIO, PITF, ACLED) zu einer Projektdatenbank
  • Empirische Überprüfung der Hypothesen mittels Regressions- und Mehrebenenanalysen (Individuen in Ländern) sowie Verfahren des überwachten maschinellen Lernens (z. B. Classification and Regression Trees, Lasso)
  • Mitarbeit an der Theorie- und Hypothesenentwicklung sowie an den qualitativen Fallstudien des Projekts
  • Federführende Erstellung mindestens einer Publikation sowie Mitwirkung an weiteren Beiträgen für internationale peer-reviewte Fachzeitschriften
  • Präsentation der Ergebnisse auf nationalen und internationalen Fachtagungen (z. B. DVPW, ECPR, EPSS, ISA, MPSA)
  • Mitwirkung an der Organisation eines internationalen Forschungsworkshops in Düsseldorf sowie an Policy Briefs und weiteren Transferaktivitäten
  • Anleitung und Mitbetreuung der studentischen Hilfskräfte im Projekt
  • Umsetzung der Open-Science-Standards des Projekts (Bereitstellung von Daten, Skripten und Replikationsmaterialien)

Anforderungen

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Magister, Master) sowie Promotion in der Politikwissenschaft oder einer verwandten sozialwissenschaftlichen Disziplin (die Dissertation muss mindestens eingereicht sein)
  • Ausgewiesene Expertise in der Friedens- und Konfliktforschung oder der Korruptionsforschung; Expertise in der politischen Verhaltensforschung ist wünschenswert
  • Sehr gute Kenntnisse quantitativer Methoden, insbesondere der Regressions- und Mehrebenenanalyse, sowie Erfahrung in der Arbeit mit großen, ländervergleichenden Umfrage- und Konfliktdatensätzen
  • Sicherer Umgang mit R und/oder Python; Kenntnisse in Verfahren der Computational Social Science bzw. des maschinellen Lernens
  • Nachgewiesene wissenschaftliche Publikationstätigkeit in Formaten mit Qualitätskontrolle (z. B. peer-reviewte (internationale) Zeitschriften)
  • Erfahrung in der Präsentation von Forschungsergebnissen auf internationalen Konferenzen
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift; Deutschkenntnisse sind keine Voraussetzung, aber von Vorteil
  • Fähigkeit zu selbstständigem und strukturiertem Arbeiten, hohes Maß an Eigeninitiative sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Fortbildungen/Workshops zur Weiterentwicklung methodischer und weiterer Kompetenzen, sofern erforderlich bzw. empfohlen

Wünschenswert

  • Erfahrungen mit Daten zu politischer Gewalt (z. B. UCDP/PRIO, ACLED), mit Mixed-Methods-Designs, mit Open-Science-Praktiken, in der Wissenschaftskommunikation oder Politikberatung sowie in der Organisation von Tagungen/Workshops
  • Kenntnisse in der Fallstudienmethodik
  • Gute Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache (z. B. Französisch, Spanisch oder einer zentral-/osteuropäischen Sprache) oder entsprechende Auslandserfahrung

Rahmenbedingungen

Die Stelle ist auf 36 Monate befristet und in der Entgeltgruppe 14 TV-L eingruppiert. Die Beschäftigung erfolgt in Vollzeit mit derzeit 39,83 Wochenstunden; eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich, sofern nicht im Einzelfall zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen.

Die Stelle ist gemäß § 2 Abs. 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) zur Ausübung eines Drittmittelprojekts befristet.

Benefits

  • Möglichkeit, ein international ausgerichtetes Forschungsprojekt maßgeblich mitzugestalten und ein Arbeitspaket eigenverantwortlich zu leiten
  • Gezielte Förderung der wissenschaftlichen Karriere: individuelles Mentoring durch die Projektleitung, jährliche Mittel für methodische Weiterbildungen (z. B. Computational Social Science, Mehrebenenmodellierung) sowie regelmäßige Gespräche zur Karriereplanung
  • In begrenztem Umfang finanzierte Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen sowie begrenzte Unterstützung bei der Open-Access-Veröffentlichung von Projektpublikationen
  • Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke, u. a. durch einen projekteigenen Workshop mit Expert*innen der Friedens- und Konfliktforschung
  • Flexibles Arbeitszeitmodell und familienfreundliche Rahmenbedingungen
  • Alle Vorteile der (Sozial-)Leistungen des öffentlichen Dienstes: z. B. eine jährliche Sonderzahlung, vergünstigte Versicherungstarife, die Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen und eine Urlaubsregelung über dem Mindesturlaub
  • Flexible Arbeitszeit
  • Homeoffice (nach Absprache und in festem Umfang; eine teilweise Präsenz in Düsseldorf ist erforderlich)
  • Tarifgebundene Bezahlung
  • Teilzeit möglich
  • Zahlung vermögenswirksamer Leistungen

Die Heinrich-Heine-Universität vertritt das Prinzip „Exzellenz durch Vielfalt“. Sie hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet und ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Bewerbungen von Menschen aller Geschlechter sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Frauen werden nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt. Die Bewerbung schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter behinderter Menschen ist ebenso erwünscht.

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