
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) (w/m/d) Wirkungsforschung für den Forschungsbereich "Bildung und Humanvermögen"
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) sucht am Standort Wiesbaden oder Berlin eine/einen Wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlichen Mitarbeiter (Post-Doc) (w/m/d) Wirkungsforschung für den Forschungsbereich „Bildung und Humanvermögen“.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) ist eine Forschungseinrichtung an der Schnittstelle zwischen Forschung, Politik und Gesellschaft. Mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das BiB eines der bedeutendsten bevölkerungswissenschaftlichen Forschungszentren in Deutschland.
Im Zentrum der Forschungsgruppe „Bildung und Humanvermögen“ steht die Frage, wie Kinder ihr Potenzial bestmöglich entwickeln können und welche politischen Maßnahmen dazu beitragen können, Bildungsungleichheiten zu reduzieren. Ein Schwerpunkt der Position ist die wissenschaftliche Evaluation des Startchancenprogramms. Mit dem Programm fördern Bund und Länder über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 4.000 Schulen in herausfordernden sozialen Lagen. Das BiB ist Teil eines interdisziplinären Evaluationskonsortiums. Die Position bietet die Möglichkeit, die Wirkungsanalyse eines der größten bildungspolitischen Programme Deutschlands von Beginn an wissenschaftlich mitzugestalten.
Sie übernehmen weitgehend eigenverantwortlich ein zentrales Arbeitspaket der Wirkungsforschung. Dabei erhalten Sie Datenzugang zu einer außergewöhnlich breiten Datengrundlage aus Surveydaten, administrativen Daten und programmspezifischen Erhebungen und entwickeln gemeinsam mit den Verbundpartnern geeignete empirische Strategien zur Identifikation der Programmwirkungen. Die Tätigkeit verbindet eigenständige empirische Forschung mit unmittelbarer Politikrelevanz und bietet die Gelegenheit zur engen Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der deutschen Bildungsforschung, der Bildungsadministration und dem zuständigen Bundesministerium.
Aufgabengebiete
- Konzeption und Durchführung empirischer Wirkungsanalysen zum Startchancenprogramm und weiteren bildungs- und familienpolitischen Maßnahmen
- Entwicklung geeigneter Forschungsdesigns zur kausalen Identifikation von Programmwirkungen unter Nutzung moderner quasi-experimenteller Methoden, z. B. Difference-in-Differences und Event-Study-Designs, Instrumentenvariablenansätzen oder Regression-Discontinuity-Designs
- Aufbereitung, Verknüpfung und Analyse unterschiedlicher nationaler Survey-, administrativer und programmspezifischer Datenquellen
- Enge wissenschaftliche Zusammenarbeit und Austausch mit den Verbundpartnerinnen und Verbundpartnern, der Bildungsadministration und dem zuständigen Bundesministerium
- Aufbereitung der Ergebnisse für die Politikberatung sowie Mitarbeit an Zwischen- und Abschlussberichten der Evaluation
- Präsentation der Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Konferenzen
- Publikation eigenständiger Forschungsergebnisse in internationalen Fachzeitschriften
- Unterstützung und Beratung des Bundesministeriums des Innern und der Fachressorts
Qualifikationen
Ein mit einem Master abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium bzw. ein gleichwertiger Abschluss (z. B. Magister, Dipl.-Uni) in Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften, Ökonometrie oder einem verwandten quantitativ ausgerichteten Studienfach (z. B. Soziologie, Demografie, Statistik).
Promotion oder baldiger Promotionsabschluss.
Kenntnisse und Erfahrungen
- Sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen mit quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung und insbesondere kausaler Evaluationsmethoden
- Fundierte Kenntnisse im Bereich der Bildungsökonomie, Bildungssoziologie und/oder verwandten Bereichen
- Erfahrungen in der Aufbereitung komplexer Survey- und/oder administrativer Daten und sicherer Umgang mit Statistiksoftware wie Stata oder R
- Erfahrung im Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten in deutscher und englischer Sprache
- Freude an eigenständiger konzeptioneller Arbeit ebenso wie an der Zusammenarbeit in einem größeren interdisziplinären Forschungsverbund
- Hohes Maß an Eigeninitiative, eine lösungsorientierte Arbeitsweise und Teamfähigkeit
- Ausgeprägte Fähigkeit, komplexe empirische Befunde sowohl für ein wissenschaftliches als auch für ein nichtwissenschaftliches Publikum verständlich aufzubereiten
- Interesse daran, wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse einzubringen
- Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (mindestens B2)
- Sehr gute Deutschkenntnisse (C1)
- Lösungsorientierte Arbeitsweise und Teamfähigkeit
- Genderkompetenz
Was das BiB bietet
- Spannende Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Programm im Bildungsbereich
- International vernetzte Forschungseinrichtung, in der exzellente, empirische Forschung mit forschungsbasierter Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit verknüpft wird
- Sehr gutes Arbeitsumfeld, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und Wertschätzung des Engagements
- Individuelle Unterstützung der Weiterentwicklung, auch im Kontext von wissenschaftlicher Karriereentwicklung und durch vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten
- Übliche Sozialleistungen des öffentlichen Dienstes wie Jahressonderzahlung, Betriebsrente und vermögenswirksame Leistungen
- Förderung der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, Möglichkeiten zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeiten und Homeoffice sowie ein Zuschuss zum Job-Ticket
- Möglichkeit zur Verbeamtung auf einigen Positionen
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) fördert die Gleichstellung aller Menschen. Die ausgeschriebenen Positionen sind für Beschäftigungsumfänge in Teilzeit geeignet. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt; von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.
Das Arbeitsverhältnis ist gemäß § 2 Abs. 2 WissZeitVG (Drittmittelbefristung) befristet auf 36 Monate. Eine Verlängerung ist bei entsprechender Fortführung der Projektförderung möglich.
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