
Masterand (m/w/d) – Technische Sicherheit von Wasserstofftransportleitungen
Masterarbeit: Auswirkungen von Sprengungen auf Wasserstofftransportleitungen
Wie sicher sind Wasserstoffleitungen, wenn in ihrer Nähe gesprengt werden muss? Mit dem Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur entsteht eine zentrale Lebensader für die klimaneutrale Energieversorgung von morgen. Gleichzeitig stellen Kampfmittelfunde und notwendige kontrollierte Sprengungen Netzbetreiber vor besondere sicherheitstechnische Fragen: Wie wirken sich Druckwellen und Bodenerschütterungen auf unterirdische Wasserstofftransportleitungen aus? Und ab wann sind betriebliche Schutzmaßnahmen erforderlich?
Im Rahmen der Masterarbeit bei der Creos Deutschland GmbH wird diese hochaktuelle Fragestellung wissenschaftlich untersucht und eine praxistaugliche Bewertungsmethode für den sicheren Betrieb der Wasserstoffinfrastruktur entwickelt.
Aufgaben
- Recherche des aktuellen Stands der Technik sowie relevanter wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Regelwerke zu den Auswirkungen von Explosionen auf unterirdische Infrastruktur
- Untersuchung der Auswirkungen von Druckwellen und Bodenerschütterungen infolge von Kampfmittelfunden oder kontrollierten Sprengungen auf Wasserstofftransportleitungen
- Analyse maßgeblicher Einflussgrößen wie Sprengstoffmasse bzw. TNT-Äquivalent, Abstand zur Leitung, Bodenbeschaffenheit, Verlegetiefe, Leitungswerkstoff und Betriebsdruck
- Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse im Hinblick auf mögliche Beanspruchungen und Schäden an den Leitungen
- Entwicklung einer praxisnahen Methodik zur systematischen Abschätzung möglicher Auswirkungen auf Wasserstofftransportleitungen
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für den Netzbetrieb und Definition von Bedingungen, unter denen Schutzmaßnahmen wie Druckreduzierung, Außerbetriebnahme oder Entleerung von Leitungsabschnitten erforderlich sein können
- Wissenschaftlich fundierte und nachvollziehbare Aufbereitung der Ergebnisse in der Masterarbeit sowie einer abschließenden Präsentation
Anforderungen
- Masterstudium, z. B. Sicherheitsingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Energietechnik, Versorgungstechnik, Geotechnik oder Wehrtechnik, oder vergleichbare technische Fachrichtung
- Interesse an Wasserstoffinfrastruktur, technischer Sicherheit und dem Schutz kritischer Infrastruktur
- Gutes technisches Verständnis und Bereitschaft, sich in komplexe ingenieurwissenschaftliche Zusammenhänge einzuarbeiten
- Analytisches Denken sowie wissenschaftliche, sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise
- Selbstständige Arbeitsweise und Freude daran, aus theoretischen Erkenntnissen praktisch anwendbare Lösungen zu entwickeln
- Gute Deutschkenntnisse zur Auswertung technischer Regelwerke und verständlichen Dokumentation der Ergebnisse
Rahmenbedingungen
- Bearbeitung eines außergewöhnlichen und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemas an der Schnittstelle von Wasserstoff, technischer Sicherheit und kritischer Infrastruktur
- Einblick in reale Fragestellungen eines zukünftigen Betreibers von Wasserstofftransportleitungen
- Fachliche Betreuung und gezielte Unterstützung bei der Bearbeitung der Masterarbeit
- Verbindung von wissenschaftlichem Arbeiten mit einer konkreten Herausforderung aus der betrieblichen Praxis
- Zugang zu relevanten fachlichen Informationen und Austausch mit erfahrenen Expert*innen aus dem Netzbetrieb
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